Hirschbrunft unterm Schafreiter von Sonntag, 28.09.2025 bis Dienstag, 30.09.2025
Tourbericht
Eigentlich hätte die Tour in dieser Form bereits im Vorjahr stattfinden sollen, aber ein plötzlich einsetzender ergiebiger Schneefall im Karwendel machte diesen Plan zunichte. Besucher auf der Tölzer Hütte sollen laut unserer Führerin Birgit dort sogar eingeschneit gewesen sein, eine Erfahrung, auf die wir gerade nicht erpicht waren.
Also dieses Jahr auf ein Neues!
Teilnehmer blieben wie gehabt: Birgit, die auf der Tölzer Hütte vor dem Umbau schon einmal gearbeitet hat, Elisabeth, Ingrid, Peter und neu dazugekommen waren Elfriede und zu Beginn auch Rudi. Unsere Starfotografin Margaretha konnte leider nicht teilnehmen, was wir sehr bedauern.
Der Wetterbericht meldet durchwachsenes Bergwetter mit feuchterem Ausklang und darauf vertrauend geht es los.
Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz nach der Oswaldhütte in Vorderriß.
Alle trudeln pünktlich ein.
Zunächst suchen wir auf der gegenüberliegenden Hangseite den etwas unscheinbaren Einstieg, der rechts ansteigend in Serpentinen durch mäßig bewaldete Wiesen hochführt.
Auch dem Weidevieh scheint dieser Steig an manchen Abschnitten zu behagen, wie wir bald an der Qualität feststellen müssen. Aber nichtsdestotrotz erreichen alle die ersten, etwas offeneren Bergwiesen trockenen Fußes und in guter Stimmung.
Vereinzeltes, dezentes Hirschröhren in einiger Entfernung lässt die Spannung steigen.
Die Route zur Tölzer Hütte (Höhe 1835m) mit für uns ca. 5 Stunden Gehzeit und 980 hm ist rot beschildert, also noch wenig anspruchsvoll.
Der restliche Weg zum Gipfel des Schafreiters (Höhe 2102m) verlangt trotz kurzer Stahlseilabsicherung doch mehr Trittsicherheit und daher schlägt Birgit vor, die Rucksäcke zunächst auf der Hütte zu lassen und dann frisch gestärkt nach einer Kaffeepause den kurzen Aufstieg mit ca. 200 hm zu wagen.
Wir folgen ihrem Rat und eine reine Frauengruppe bricht nachmittags zum Gipfelkreuz auf, immer in der Hoffnung ein Wolkenfenster zu ergattern.
Leider geht dieser Wunsch nicht ganz in Erfüllung. Wir erleben den Gipfel nur sacht in einer Nebelwolke eingehüllt. Dafür werden wir durch den Anblick der davor befindlichen, zahlreichen aufgeschichteten „Steinmandl-Kunstwerke weitgehend entschädigt.
Für Birgit keine Frage, dass sich die Hirsche in der Dämmerung auf der Wiese unterhalb der Hütte zeigen werden.
Wir bleiben etwas skeptisch, besonders als sich die erste äsende Gruppe an braunen Tierkörpern als Gämsen entpuppt.
Doch das Abwarten lohnt sich: Deutlich ist jetzt Rotwild zu sehen und auch die Brunftschreie sind laut und archaisch zu vernehmen. Also doch!! Die Hirschbrunft ist in vollem Gange und setzt sich bis zum Morgengrauen fort.
Zufrieden beschließen wir den Abend bei Suppe, Bergsteigerkost und köstlichen Tomatenknödeln
Die Speisekarte ist einfach, aber die Gerichte nicht ganz billig.
Zeitig am nächsten Morgen geht’s wieder los mit Ziel Plumsjochhütte.
Bepackt mit den Rucksäcken balancieren wir zunächst nacheinander vorsichtig an einer rutschigen Hangleite entlang.
Wir lassen uns Zeit und erreichen am anderen Ende einen festeren Steig, der von Latschen eingesäumt ist.
Insgesamt neun Stunden liegen nun vor uns.
Auf schmalen Steigen geht’s bergauf, bergab den Bergflanken des Karwendels entlang, mit mehr Anstrengung in Serpentinen über ein Joch, immer wieder begleitet von neugierig blickenden Gämsen in verschiedenen Rudeln.
Bis Elisabeth plötzlich an Peters Bergschuh etwas entdeckt, was Anlass zur Besorgnis gibt.
Was war los?
Wie bei der letzten Wanderung im Alpachtal versagt ein Bergschuh seinen Dienst.
Die Sohle von Peters Bergschuh löst sich an der Ferse ab und ausgerechnet an einer Stelle des Wegs, der sehr schmal am Abhang liegt.
Birgit gibt ihr Bestes, den Schuh mit Physiotapes zu stabilisieren.
Es klappt und alle erreichen die gegenüberliegende Seite einer markanten Rinne, die mit einem Stahlseil gesichert ist, unbeschadet.
Bei der nächsten Rast auf der Grasbergalm stellt Peter seinen Schuh elegant zur Schau und die ganze Not-Präparation wird bildlich festgehalten.
Trotzdem ersparen wir uns gegen Ende den Abstecher zum Kompar und marschieren direkt zur Spitze des Satteljochs.
Von da scheint es nur noch ein kurzer Abstecher zur Plumsjochhütte zu sein, die von oben zu sehen ist.
Aber weit gefehlt, wir steigen doch noch eine halbe Stunde ab.
Müde, aber zufrieden erreichen wir die urige Plumsjochhütte.
Wir beziehen in einem moderneren Anbau Quartier, freuen uns über die warme Dusche und beschließen den Abend mit Knödeln aller Art und Rinderbraten. Der obligatorische Zirbenschnaps darf auch nicht fehlen.
Bei einem guten Frühstücksbuffet am nächsten Morgen, überlegen wir ob wir noch einen Gipfel mitnehmen oder gleich zu den Engalmen absteigen.
Ein einsetzender Nieselregen nimmt uns diese Entscheidung ab.
Während Birgit unverdrossen noch Sonnencreme auflegt, hüllt sich der Rest der Gruppe in Regenkleidung.
Gut verpackt gehen wir in knapp zwei Stunden talwärts zum Parkplatz, wo das Privattaxi Rudi bereits auf uns wartet.
Vielen, lieben Dank an dieser Stelle an Rudi!
Weiterfahrt zur Engalm, die auch bei Regenwetter einen Besuch Wert ist.
Gemeinsam geht’s wieder zurück zum Parkplatz bei der Oswaldhütte.
Wir verabschieden uns, glücklich und dankbar für diese spannende und interessante Tour!
An dieser Stelle auch nochmal unser Dank an Birgit für die umsichtige und rücksichtsvolle Leitung und bis auf ein anderes Mal.
Elisabeth und Ingrid
Also dieses Jahr auf ein Neues!
Teilnehmer blieben wie gehabt: Birgit, die auf der Tölzer Hütte vor dem Umbau schon einmal gearbeitet hat, Elisabeth, Ingrid, Peter und neu dazugekommen waren Elfriede und zu Beginn auch Rudi. Unsere Starfotografin Margaretha konnte leider nicht teilnehmen, was wir sehr bedauern.
Der Wetterbericht meldet durchwachsenes Bergwetter mit feuchterem Ausklang und darauf vertrauend geht es los.
Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz nach der Oswaldhütte in Vorderriß.
Alle trudeln pünktlich ein.
Zunächst suchen wir auf der gegenüberliegenden Hangseite den etwas unscheinbaren Einstieg, der rechts ansteigend in Serpentinen durch mäßig bewaldete Wiesen hochführt.
Auch dem Weidevieh scheint dieser Steig an manchen Abschnitten zu behagen, wie wir bald an der Qualität feststellen müssen. Aber nichtsdestotrotz erreichen alle die ersten, etwas offeneren Bergwiesen trockenen Fußes und in guter Stimmung.
Vereinzeltes, dezentes Hirschröhren in einiger Entfernung lässt die Spannung steigen.
Die Route zur Tölzer Hütte (Höhe 1835m) mit für uns ca. 5 Stunden Gehzeit und 980 hm ist rot beschildert, also noch wenig anspruchsvoll.
Der restliche Weg zum Gipfel des Schafreiters (Höhe 2102m) verlangt trotz kurzer Stahlseilabsicherung doch mehr Trittsicherheit und daher schlägt Birgit vor, die Rucksäcke zunächst auf der Hütte zu lassen und dann frisch gestärkt nach einer Kaffeepause den kurzen Aufstieg mit ca. 200 hm zu wagen.
Wir folgen ihrem Rat und eine reine Frauengruppe bricht nachmittags zum Gipfelkreuz auf, immer in der Hoffnung ein Wolkenfenster zu ergattern.
Leider geht dieser Wunsch nicht ganz in Erfüllung. Wir erleben den Gipfel nur sacht in einer Nebelwolke eingehüllt. Dafür werden wir durch den Anblick der davor befindlichen, zahlreichen aufgeschichteten „Steinmandl-Kunstwerke weitgehend entschädigt.
Für Birgit keine Frage, dass sich die Hirsche in der Dämmerung auf der Wiese unterhalb der Hütte zeigen werden.
Wir bleiben etwas skeptisch, besonders als sich die erste äsende Gruppe an braunen Tierkörpern als Gämsen entpuppt.
Doch das Abwarten lohnt sich: Deutlich ist jetzt Rotwild zu sehen und auch die Brunftschreie sind laut und archaisch zu vernehmen. Also doch!! Die Hirschbrunft ist in vollem Gange und setzt sich bis zum Morgengrauen fort.
Zufrieden beschließen wir den Abend bei Suppe, Bergsteigerkost und köstlichen Tomatenknödeln
Die Speisekarte ist einfach, aber die Gerichte nicht ganz billig.
Zeitig am nächsten Morgen geht’s wieder los mit Ziel Plumsjochhütte.
Bepackt mit den Rucksäcken balancieren wir zunächst nacheinander vorsichtig an einer rutschigen Hangleite entlang.
Wir lassen uns Zeit und erreichen am anderen Ende einen festeren Steig, der von Latschen eingesäumt ist.
Insgesamt neun Stunden liegen nun vor uns.
Auf schmalen Steigen geht’s bergauf, bergab den Bergflanken des Karwendels entlang, mit mehr Anstrengung in Serpentinen über ein Joch, immer wieder begleitet von neugierig blickenden Gämsen in verschiedenen Rudeln.
Bis Elisabeth plötzlich an Peters Bergschuh etwas entdeckt, was Anlass zur Besorgnis gibt.
Was war los?
Wie bei der letzten Wanderung im Alpachtal versagt ein Bergschuh seinen Dienst.
Die Sohle von Peters Bergschuh löst sich an der Ferse ab und ausgerechnet an einer Stelle des Wegs, der sehr schmal am Abhang liegt.
Birgit gibt ihr Bestes, den Schuh mit Physiotapes zu stabilisieren.
Es klappt und alle erreichen die gegenüberliegende Seite einer markanten Rinne, die mit einem Stahlseil gesichert ist, unbeschadet.
Bei der nächsten Rast auf der Grasbergalm stellt Peter seinen Schuh elegant zur Schau und die ganze Not-Präparation wird bildlich festgehalten.
Trotzdem ersparen wir uns gegen Ende den Abstecher zum Kompar und marschieren direkt zur Spitze des Satteljochs.
Von da scheint es nur noch ein kurzer Abstecher zur Plumsjochhütte zu sein, die von oben zu sehen ist.
Aber weit gefehlt, wir steigen doch noch eine halbe Stunde ab.
Müde, aber zufrieden erreichen wir die urige Plumsjochhütte.
Wir beziehen in einem moderneren Anbau Quartier, freuen uns über die warme Dusche und beschließen den Abend mit Knödeln aller Art und Rinderbraten. Der obligatorische Zirbenschnaps darf auch nicht fehlen.
Bei einem guten Frühstücksbuffet am nächsten Morgen, überlegen wir ob wir noch einen Gipfel mitnehmen oder gleich zu den Engalmen absteigen.
Ein einsetzender Nieselregen nimmt uns diese Entscheidung ab.
Während Birgit unverdrossen noch Sonnencreme auflegt, hüllt sich der Rest der Gruppe in Regenkleidung.
Gut verpackt gehen wir in knapp zwei Stunden talwärts zum Parkplatz, wo das Privattaxi Rudi bereits auf uns wartet.
Vielen, lieben Dank an dieser Stelle an Rudi!
Weiterfahrt zur Engalm, die auch bei Regenwetter einen Besuch Wert ist.
Gemeinsam geht’s wieder zurück zum Parkplatz bei der Oswaldhütte.
Wir verabschieden uns, glücklich und dankbar für diese spannende und interessante Tour!
An dieser Stelle auch nochmal unser Dank an Birgit für die umsichtige und rücksichtsvolle Leitung und bis auf ein anderes Mal.
Elisabeth und Ingrid
Tourdaten
| Art | Bergtour |
|---|








