Alpine Steige im Toten Gebirge von Freitag, 22.08.2025 bis Samstag, 23.08.2025
Tourbericht
Beeindruckende alpine Steige im Toten Gebirge
Teilnehmende: 11
Leitung: Sigi Stangl
10 motivierte Teilnehmende trafen sich voller Vorfreude am Freitagmorgen am Hallenbadparkplatz in Hengersberg und traten die relativ kurze Anreise an den Almsee im österreichischen Teil des Salzkammergutes an. Ein Auto lud in Passau noch schnell eine weitere Teilnehmerin ein. In Grünau am Almsee stoppten wir kurz an einer Bäckerei für das traditionelle Frühstück. Die witzige und originelle Verkäuferin war durch den unerwarteten und sehr frühen Ansturm etwas überrascht und kurzzeitig in Hektik, wir hatten unseren Spaß mit ihr.
Am Almsee angekommen wurden die Wanderstiefel geschnürt und die über 1500 Höhenmeter und knapp 13 Kilometer Wegstrecke in Angriff genommen. Munter marschierten wir eine Forststraße entlang zu unserem Ziel, dem Grieskarsteig, bevor uns auffiel, dass wir überhaupt nicht darauf geachtet hatten, ob wir richtig dran sind. Das waren wir aber nicht, wir waren auf Abwegen unterwegs. Ein kurzer Blick auf die Karte und es ging zurück auf den richtigen Weg.
Über Nacht gab es im kompletten Alpenraum kräftige Regenschauer, weshalb uns auch nach kurzer Zeit ein relativ breiter Bach erwartete, den es zu queren galt. Nachdem wir keine Möglichkeit sahen, diesen trockenen Fußes zu überwinden, wurden kurzerhand Schuhe und Socken ausgezogen und wir wateten durch das erfrischende und belebende Nass. Nun war auch der Letzte putzmunter.
Auf der Forststraße ging es dann leicht ansteigend weiter in die Röll, einem beeindruckenden Talschluss mit einem gewaltigen Felskessel, der sich vor uns aufbaute und wo man sich auf den ersten Blick nicht wirklich vorstellen konnte, wie sich dieser durchqueren lassen könnte. Die nächtlichen Regenfälle sorgten dafür, dass überall Wasserfälle zu Tal stürzten. Wir kamen aus dem Staunen kaum heraus.
An der Weggabelung zweigten wir rechts in den Grieskarsteig ab, den linken Sepp-Huber-Steig planten wir am nächsten Tag für den Abstieg ein.
Der Grieskarsteig führte uns (zumindest anfangs) durch latschendurchsetztes Felsgelände und bisweilen seilversichert hoch zur Schlüsselstelle, dem „Ernst-Urban-Band“, das sich mithilfe einer Eisenleiter problemlos überwinden ließ. An der Scharte angekommen, überwältigte uns die schier endlose Karstlandschaft des Toten Gebirges, die labyrinthartig mit zahlreichen Höllensystemen vor uns lag. Die Grieskarschartenhöhle erkundeten wir genauer. Mitten in der Höhle hatte sich jemand die Mühe gemacht, ein Tischlein aus Steinplatten aufzubauen, das uns nahezu dazu aufforderte, einen „Höhlenschnaps“ zu verkosten. Zurück am Weg reifte der Gedanke, bestärkt durch die Aussage einer Teilnehmerin, dass der Bergtag ja nur zählt, wenn auch ein Gipfel erklommen wird, noch kurz einen Abstecher auf den Zwölferkogel (2102m) zu machen. Weglos suchten wir von der Grieskarscharte hoch über die Rauchate Luckn zum mit einem Stoamandl geschmückten Großen Rabenstein (2056m), von wo aus wir erstmalig das schöne Kreuz des Zwölferkogels erblickten. Vom Zwölferkogel bot sich ein schöner Ausblick auf den Almsee und die Kalkalpen. Um uns den Gegenanstieg zu ersparen, versuchten wir direkt vom Zwölferkogel einen Weg runter durch das Felslabyrinth zum Wanderweg zu finden. Der immer wieder einbrechende Nebel, der die Sicht einschränkte, erschwerte allerdings die Wegfindung gehörig. Wieder zurück am Wanderweg nahmen wir über den Ablassbühel und die Elmgrube Kurs auf unser Quartier, die romantisch am Elm-See gelegene Pühringer-Hütte (1638m).
Nach 1800 Höhenmetern und 16,5 Kilometer Wegstrecke waren wir alle erleichtert, als wir die Hütte endlich erblickten.
Aufgrund unserer Gruppengröße wurden wir zum Essen in einem zunächst sehr kalten Nebenraum untergebracht. Durch ein Fenster konnten wir sehnsüchtig in die warme Gaststube mit Kachelofen blicken. Das herzliche Hüttenteam, allen voran einer, der von uns relativ schnell zum Barkeeper befördert wurde, versorgte uns vorbildlich mit seinen Spezialgetränken und hatte seine Mühe, unsere vielen Wünsche zu erfüllen. Es dauerte nicht lange, bis wir uns aufwärmten und ein griabiger und geselliger Abend seinen Lauf nahm.
Am nächsten Morgen stand vor dem Abstieg über den Sepp-Huber-Steig noch das Rotgschirr (2262m) auf dem Programm. Das Wetter war leider um einiges schlechter als die Prognose und so war unser Ziel komplett im Nebel eingehüllt und versteckt. Wir genossen aber trotzdem die Tour durch die beeindruckende Bergszenerie. Die Karstlandschaft lud uns des Öfteren dazu ein, den offiziellen Wanderweg zu verlassen und auf den Felsen einen eigenen Weg nach oben zu suchen. Bisweilen lichtete sich der Nebel leicht und unser Ziel wurde für kurze Zeit sichtbar. Über einige Seilversicherungen erreichten wir schließlich das große Holzkreuz. Das Wetter war nicht wirklich einladend, weshalb wir nach kurzer Gipfelpause den Rückweg antraten. Am Röllsattel angelangt, stiegen wir über den mit einigen Leitern und Drahtseilen versicherten Sepp-Huber-Steig hinunter in die Röll, wo unsere Rundtour tags zuvor startete.
Es wäre keine Sigi-Tour, wenn die Bergtour nicht mit einer Einkehr enden würde. So zogen wir uns am Auto kurz um und kehrten dann gleich in das Restaurant am See ein, wo unser gut gelaunter Kellner einen Witz nach dem anderen zum Besten gab.
Ein herzliches Dankeschön an Sigi für die Organisation dieser wieder einmal sehr gelungenen Bergtour ins Tote Gebirge. Wir waren alle dermaßen begeistert von den Kalkalpen und vor allem auch von der im Verhältnis relativ kurzen Anfahrt, dass sofort Pläne für eine Tour im nächsten Jahr geschmiedet wurden, auf die wir uns heute schon zurecht freuen.
Ein harter Kern ließ die Bergfahrt bei einer Currywurst beim Strasser-Wirt in Engolling ausklingen.
Teilnehmende: 11
Leitung: Sigi Stangl
10 motivierte Teilnehmende trafen sich voller Vorfreude am Freitagmorgen am Hallenbadparkplatz in Hengersberg und traten die relativ kurze Anreise an den Almsee im österreichischen Teil des Salzkammergutes an. Ein Auto lud in Passau noch schnell eine weitere Teilnehmerin ein. In Grünau am Almsee stoppten wir kurz an einer Bäckerei für das traditionelle Frühstück. Die witzige und originelle Verkäuferin war durch den unerwarteten und sehr frühen Ansturm etwas überrascht und kurzzeitig in Hektik, wir hatten unseren Spaß mit ihr.
Am Almsee angekommen wurden die Wanderstiefel geschnürt und die über 1500 Höhenmeter und knapp 13 Kilometer Wegstrecke in Angriff genommen. Munter marschierten wir eine Forststraße entlang zu unserem Ziel, dem Grieskarsteig, bevor uns auffiel, dass wir überhaupt nicht darauf geachtet hatten, ob wir richtig dran sind. Das waren wir aber nicht, wir waren auf Abwegen unterwegs. Ein kurzer Blick auf die Karte und es ging zurück auf den richtigen Weg.
Über Nacht gab es im kompletten Alpenraum kräftige Regenschauer, weshalb uns auch nach kurzer Zeit ein relativ breiter Bach erwartete, den es zu queren galt. Nachdem wir keine Möglichkeit sahen, diesen trockenen Fußes zu überwinden, wurden kurzerhand Schuhe und Socken ausgezogen und wir wateten durch das erfrischende und belebende Nass. Nun war auch der Letzte putzmunter.
Auf der Forststraße ging es dann leicht ansteigend weiter in die Röll, einem beeindruckenden Talschluss mit einem gewaltigen Felskessel, der sich vor uns aufbaute und wo man sich auf den ersten Blick nicht wirklich vorstellen konnte, wie sich dieser durchqueren lassen könnte. Die nächtlichen Regenfälle sorgten dafür, dass überall Wasserfälle zu Tal stürzten. Wir kamen aus dem Staunen kaum heraus.
An der Weggabelung zweigten wir rechts in den Grieskarsteig ab, den linken Sepp-Huber-Steig planten wir am nächsten Tag für den Abstieg ein.
Der Grieskarsteig führte uns (zumindest anfangs) durch latschendurchsetztes Felsgelände und bisweilen seilversichert hoch zur Schlüsselstelle, dem „Ernst-Urban-Band“, das sich mithilfe einer Eisenleiter problemlos überwinden ließ. An der Scharte angekommen, überwältigte uns die schier endlose Karstlandschaft des Toten Gebirges, die labyrinthartig mit zahlreichen Höllensystemen vor uns lag. Die Grieskarschartenhöhle erkundeten wir genauer. Mitten in der Höhle hatte sich jemand die Mühe gemacht, ein Tischlein aus Steinplatten aufzubauen, das uns nahezu dazu aufforderte, einen „Höhlenschnaps“ zu verkosten. Zurück am Weg reifte der Gedanke, bestärkt durch die Aussage einer Teilnehmerin, dass der Bergtag ja nur zählt, wenn auch ein Gipfel erklommen wird, noch kurz einen Abstecher auf den Zwölferkogel (2102m) zu machen. Weglos suchten wir von der Grieskarscharte hoch über die Rauchate Luckn zum mit einem Stoamandl geschmückten Großen Rabenstein (2056m), von wo aus wir erstmalig das schöne Kreuz des Zwölferkogels erblickten. Vom Zwölferkogel bot sich ein schöner Ausblick auf den Almsee und die Kalkalpen. Um uns den Gegenanstieg zu ersparen, versuchten wir direkt vom Zwölferkogel einen Weg runter durch das Felslabyrinth zum Wanderweg zu finden. Der immer wieder einbrechende Nebel, der die Sicht einschränkte, erschwerte allerdings die Wegfindung gehörig. Wieder zurück am Wanderweg nahmen wir über den Ablassbühel und die Elmgrube Kurs auf unser Quartier, die romantisch am Elm-See gelegene Pühringer-Hütte (1638m).
Nach 1800 Höhenmetern und 16,5 Kilometer Wegstrecke waren wir alle erleichtert, als wir die Hütte endlich erblickten.
Aufgrund unserer Gruppengröße wurden wir zum Essen in einem zunächst sehr kalten Nebenraum untergebracht. Durch ein Fenster konnten wir sehnsüchtig in die warme Gaststube mit Kachelofen blicken. Das herzliche Hüttenteam, allen voran einer, der von uns relativ schnell zum Barkeeper befördert wurde, versorgte uns vorbildlich mit seinen Spezialgetränken und hatte seine Mühe, unsere vielen Wünsche zu erfüllen. Es dauerte nicht lange, bis wir uns aufwärmten und ein griabiger und geselliger Abend seinen Lauf nahm.
Am nächsten Morgen stand vor dem Abstieg über den Sepp-Huber-Steig noch das Rotgschirr (2262m) auf dem Programm. Das Wetter war leider um einiges schlechter als die Prognose und so war unser Ziel komplett im Nebel eingehüllt und versteckt. Wir genossen aber trotzdem die Tour durch die beeindruckende Bergszenerie. Die Karstlandschaft lud uns des Öfteren dazu ein, den offiziellen Wanderweg zu verlassen und auf den Felsen einen eigenen Weg nach oben zu suchen. Bisweilen lichtete sich der Nebel leicht und unser Ziel wurde für kurze Zeit sichtbar. Über einige Seilversicherungen erreichten wir schließlich das große Holzkreuz. Das Wetter war nicht wirklich einladend, weshalb wir nach kurzer Gipfelpause den Rückweg antraten. Am Röllsattel angelangt, stiegen wir über den mit einigen Leitern und Drahtseilen versicherten Sepp-Huber-Steig hinunter in die Röll, wo unsere Rundtour tags zuvor startete.
Es wäre keine Sigi-Tour, wenn die Bergtour nicht mit einer Einkehr enden würde. So zogen wir uns am Auto kurz um und kehrten dann gleich in das Restaurant am See ein, wo unser gut gelaunter Kellner einen Witz nach dem anderen zum Besten gab.
Ein herzliches Dankeschön an Sigi für die Organisation dieser wieder einmal sehr gelungenen Bergtour ins Tote Gebirge. Wir waren alle dermaßen begeistert von den Kalkalpen und vor allem auch von der im Verhältnis relativ kurzen Anfahrt, dass sofort Pläne für eine Tour im nächsten Jahr geschmiedet wurden, auf die wir uns heute schon zurecht freuen.
Ein harter Kern ließ die Bergfahrt bei einer Currywurst beim Strasser-Wirt in Engolling ausklingen.
Tourdaten
| Termine |
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|---|---|
| Leitung |
|
| Art | Bergtour |









