3000er bei der Hochschoberhütte

Do sollst an Bericht schreim, host oba nix vostandn wos am Disch gred worn is. Ois Waidler ausm Vodan Bayrischn bist ja einiges an sprachlichen und kulturellen Hürden gwohnt, wennst mit Kletterpartnerinnen ausm Hintan Bayrischn unterwegs bist. Drum hob i mir dacht, wennst amoi de Zwiesla vostandn host, vostehst a an Rest da Welt…
… Des war vorm "Guglmagglschoas"!...
Oba fang ma vorn o…


Am Freitag den 07.09. in aller Herrgottsfriah startet die gemischtsprachliche Gruppe bestehend aus Sigi, Erich, Sabine, Kathrin, Mich und Mich Richtung Schobergruppe in den Hohen Tauern. As Weda is schlecht, d'Stimmung guad und so gemma nach am Kuachafrühstück vo da Kathrin am Parkplatz Leibnitzbachbrücke in flottn 1.45Std. auffe zur Hochschoberhütte auf 2322m. Obwohl ma beim Mittag olle brav afgessen ham, wird’s immer schlechter und hod se Eigrengt. Dem Weda Rechnung tragend, geht ois wos vernünftig is (Erich, Sabine, Kathrin und Mich) Richtung Gartlsee und "Steckalspitz". De "Dammischen Zwoa" (Sigi und i) wolln bei strömenden Regen no auf an Gipfe. Da Debantgrat (3055m) is schnai ausgwählt. Da Sigi, immer no stinksauer, weil a beim Kaasspotznwettessen genga mi verlorn hod, stiert o wia a Wahnsinniger (geht se hoid a leichter mit fast leera Mogn ;-). Gartlsee, Leibnitztörl, Schobertörl fliagn vobei und a die Blockkletterei aufn Gipfe geht flott und so wunderts net, dass ma vo angegebenen 3Stund nur die Hälfte der Zeit brauchan. Seng duast nix, oba des Weda hod a sein Reiz und schließlich sama ja koa Schönwetterbergsteiger. Tropfnoss lass ma uns den selbagmachtn Zirbn vom Harry auf seiner Hüttn schmecka. Am Abend komplettiert se a die Gruppe und Regina, Stefan und Alex treffan ei. Am nächsten Tog woll ma die Hochschoberüberschreitung macha. Da des Weda im Laufe vom Tog schöner wern soll, rät uns da Wirt zu einem spätan Aufbruch und so futtern wir vo 8 bis 9 am nächstn Tog in da Friah erst moi an Harry seine Vorräte auf. Sogar an Bitumen nutzen einige no als Honig. Wieder moi zvui gessen, häng i scho wieda hinten dran und schau das i aufn Weg zum Gartlsee den Anschluss irgendwie hoidn ko. Guad das da Weg einwandfrei markiert is. Nach am Leibnitztörl geht’s desmoi links über Schotter und Blockkletterei aufn Hochschober auffe. Nach 3 Stund kemma am Gipfe auf 3242m o und ham wieder koa guade Sicht. Nur ab und an reißt da Nebel a weng auf und gibt an Blick nach Norden auf die Venedigergruppe frei. Da Blick zum Großglockner bleibt uns an dem Tag verwehrt. Warm wird ma do oben erst wieder als d'Regina ihra Wahnsinnsbrotzeit auspackld. Wir steign nun obe Richtung Staniskascharte und machan dort Pause. Nur Sabine und Erich, vom Ehrgeiz gepackt besteigen noch die Ost-/Süd- und Westwand eines Felsblocks ohne Namen. Weil mi no net hungert, lass i mi schließlich zu am kloan Umweg über die Leibnitzer Rotspitzen (3096m) überredn. De Rotspitzen san eigentlich 3 Gipfe nebeneinander. Da Weg is nimma markiert, oba Erich und Sigi lotsn sicher durch kloane und große Geröllfelder auf den östlichen Gipfe. Die Kletterei wird immer heikler, so dass die mittlere Spitze nur no vom Sigi, Alex und mir in Angriff gnumma wird, während der Rest der Truppe zur Staniskascharte zruckgeht und durch die große Rinne zur Hüttn absteigt. Auf der mittleren Spitze okemma entscheiden wir uns genga den möglichen Abstieg in einer Rinne nach der westlichen Spitze, da die Rinne extrem steil is, net einsehbar und hohe Steinschlaggefahr vorherrscht. So kraxeln wir a wieder zur Staniskaschartn und steign zur Hüttn ab. Der Abend startet zünftig und so schieb i es erst aufs Bier, dass i nix mehr gscheid vosteh. Irgendwer sagt zu mir "Feinbola" und i hör was mit am "Überhirn" und das da Stefan dort sitzt - hä??! OK. As nächste Bier is alkoholfrei, denk i mir! Da wirft die Regina ei, ob jemand an "Guglmagglschoas" kennt. Erst bin i erleichtert, dass dieses offensichtlich sehr anstößige Wort sonst a koana kennt. Plötzlich schrein 5 Leit fast gleichzeitig - achsoooo - du moanst an "Mugglschoas"! An dem Abend geh i mit vui Fragezeichen ins Bett!


Für'n Sonntag sagt a super Weda o und so fällt da Entschluss nomoi an Gipfe zum mocha. Wir gengan nachm Frühstück scho um 7.30 Uhr los, damit's für die Hoamfahrt net zu spät wird. A wunderschöne Überschreitung von Niederer Prijakt (3056m) und Hoher Prijakt (3064m) stehen für diesen Tag am Programm. Bei dem steilen Aufstieg zur Mirschachscharte drehn se meine Gedanken immer no - vermutlich wegen dem "Mugglschoas". Deshalb fällt mir erst a gar net auf, dass die aus datenschutzrechtlichen Gründen hier nur S. genannte Person, hauptsächlich hinter uns geht und ungewöhnlich viele Fotos unserer Hüfttechnik beim Aufstieg schießt. Ihre Erklärung dazu verunsichern mich noch mehr…


Auf der Scharte angekommen sind die Tücken des Aufstiegs jedoch vergessn. Der Blick ist atemberaubend. Großglockner, Großvenediger und Dreiherrnspitze im Norden, Dolomiten mit den Dreizinnen im Süden sowie Ankogel und Hocharn im Westen. Mehr Gipfe kenn i net, tut aber dem Staunen koan Abbruch. Weiter geht’s nach kurzer Pause nach Osten über den Grat Richtung Gipfel des Niederen Prijakt. Erst als steiler Wanderweg, dann mit kurzen Kraxeleinlagen arbeiten wir uns zum Gipfe vor. Sicherheitshalber geh i diesmoi als Letzter und lass Sabine "vorsteign". Am Gipfel nach etwa 4 Stunden Aufstieg is die 360Grad Sicht fast perfekt und wir genießen bei da Gipfelrast den Ausblick aufs Neue. I muas bei dem unbeschreiblichen Ausblick an den Spruch "s'Glück liegt in de Berg" denga, den i irgendwo moi glesen hob. Irgendwann is oba dann doch Zeit zum Aufbruch und wir gengan über die seilversicherte Scharte auf den Gipfel des Hohen Prijakt weida. Dort halt ma uns nimma z'lang auf und wir steigen steil ab Richtung Barrensee. Steil geht’s obe und immer is Konzentration gefragt um in dem losen Schotterzeig und Felsblöcken net zu stolpern. Vom Barrensee aus wird’s dann a bisse leichter und wir erreich ma nach einer weiteren Stund die Hüttn. An Schweinsbraten und a Radler später steig i mit Kathrin und Mich ab und schlummert während der 5-stündigen Heimfahrt ei, mit den Gedanken an die tollen Touren und Erlebnisse und mit der super Freid die jedesmal bleibt mit so tolle Leit wieder unterwegs gwesn zum sa!

 

Bericht von Maurer Mich
Fotos von Stangl Sigi

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